Weil sie böse sind ..

Weil sie böse sind, ist der Feuerbringer gegen Diktatoren.

Weil sie böse sind, wollen sie nichts einsehen.

Weil sie böse sind, dürfen wir sie töten.

Weil sie böse sind, müssen wir sie töten, um gut zu sein.

Weil sie böse sind, müssen wir Krieg gegen sie führen.

Der Feuerbringer ist Humanist, weil er gut ist.

Andere Humanisten meinen, dass Krieg böse ist.

Um Krieg zu verhindern, müsse man nur die töten, die Krieg fordern,

weil sie böse sind.

So einfach kann Humanismus sein.

Bild „Weil sie böse sind ..“ von Armatus Liandri, Vorlage.

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Soldatenblut ist eigenes Blut!

Die Auffassung, dass jemand keinen Krieg fordern kann, der sich nicht daran beteiligen will, scheint erstaunlicherweise erörterungsbedürftig zu sein.

Eines vorweg: Ein Wehrdienstverweigerer, der gleichzeitig einen Krieg fordert, führt damit seine eigene Wehrdienstverweigerung ad absurdum und demonstriert, dass diese lediglich auf einem Betrug beruht hat, um sich selbst der Verpflichtung zu entziehen, notfalls auch mit Waffengewalt die Freiheit der Mitbürger zu verteidigen. Wer ehrlich ist und soetwas bei seiner Wehrdienstverweigerung anführt, kann den Wehrdienst nicht verweigern – d. h. die Verweigerung geht nicht durch.

Verwundetenbergung im zweiten Weltkrieg, Lizenz siehe Fuß

Die mangelnde Bereitschaft, sich an einem Krieg persönlich zu beteiligen – sich vielleicht sogar grundsätzlich an Kriegen nicht zu beteiligen – andererseits aber Krieg zu fordern, demonstriert die Verlogenheit der eigenen Ethik: Natürlich kann ich eine tolle Ethik vertreten und sagen, dass man mindestens 50% seines Gehalts an Hilfen für die Dritte Welt spenden sollte, um Hunger- und Krankheitstote zu vermeiden und somit Menschenleben zu retten. Wenn ich aber selbst keinen Cent spende, dann zeigt das nur, dass man diese Ethik zwar predigt, diese aber gar nicht selbst vertritt. Wer in Wahrheit gar nicht bereit ist, die Konsequenzen der eigenen Ethik zu tragen, ist ein Heuchler. Bei Kriegsforderungen ist das nicht anders.

Umgekehrt ist das nicht der Fall: Natürlich kann ein Soldat für Frieden sein, weil damit grundsätzlich niemandem ein Unrecht geschieht. Nun würde der Feuerbringer einwenden, dass der Soldat in dem Fall auch bereit sein sollte, Folter und Mord als Opfer der jeweiligen Diktatur zu ertragen – gegen die man vorgehen müsste – wenn er es damit ehrlich meint. So herum kann man den Fall allerdings nicht drehen, denn in den westlichen Demokratien ist man davon nicht betroffen. Die Logik des Feuerbringers setzt dabei auf humanistischer Grundlage alle Menschen gleich und unterscheidet dabei anscheinend nicht zwischen sich selbst und anderen Menschen in Timbuktu. Genau hier setzt das Argument an: In Wirklichkeit würde er sehr wohl unterscheiden, wenn er selbst sein Leben aufs Spiel setzen müsste für irgendwelche Menschen, die tatsächlich in der Mehrheit weder seine Werte teilen, noch die Plutokratie US-amerikanischer Prägung herbeisehnen, noch sonst in einem kulturellen oder persönlichen Verhältnis zu ihm stehen. In dem Fall würde man sagen, dass einem das eigene Hemd näher ist.

Und genau so wie sich eine verantwortungsvolle Regierung gegenüber ihren Soldaten verhalten sollte, sollten wir uns auch in der Argumentation verhalten: Eine solche Betrachtung kann nur zu einem zielgerichteten Ergebnis führen, wenn wir dabei argumentieren, als würden wir unser eigenes Blut vergießen, unsern eigenen Gebeine opfern. Und tatsächlich müssen wir dabei noch weiter gehen, denn ein humanistischer Idealist, der vielleicht aus persönlicher Überzeugung an einem solchen Krieg teilnehmen wird, müsste anderen Mitbürgern durchaus eingestehen, nicht an einem solchen Krieg beteiligt werden zu wollen, weil ein solcher Krieg nicht die eigenen persönlichen Interessen betrifft.

Wenn wir also eine solche Diktatur wie etwa Libyen angreifen, besiegen und beenden könnten, so besteht für uns Menschen in der westlichen Welt kein gesteigertes persönliches Interesse, diese Diktatur zu beenden, so lange sie keine Lockerby-Attentäter schickt. Der persönliche Idealismus einzelner Humanisten aber, dass eine Diktatur nun mal so nicht gehört, darf nicht dazu führen, dass diese „Humanisten“ mir nichts Dir nichts das Leben ihrer Mitmenschen aufs Spiel setzten.

Bildlizenz: Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Kurztitel: Russland, Bergung eines Verwundeten Archivischer Titel: Sowjetunion, vor Moskau, Bergung eines Verwundeten, im Hintergrund brennende Häuser in einer Ortschaft, PK 612, Film 2783, November 1941, Quelle: Wikipedia, Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), Bild 146-2008-0317

Humanistischer Krieg?

Der Blog des Feuerbringers schreibt am 15.11.2010 zum Thema Humanismus:
Gewisse Kulturrelativisten, die sich selber als repräsentative Stellvertreter des „Humanismus“ ansehen, sind da anderer Meinung und finden, dass es „uns nichts angeht“, wenn anderswo Menschen willkürlich gefoltert und ermordet werden, weil die eben anders sind als wir.

Welcher Blitz hat die Lichtgestalt getroffen? Welches Feuer will sie bringen, wenn er von einer „humanitäre Interventionen“ gegenüber Diktaturen spricht, deren „Zerstörung“ fordert und gleichzeitig das „Appeasment“ gegenüber Hitler verurteilt, also die Haltung des Westens, die zunächst auf Kompromiss und Frieden angelegt war.

Die Einmischung in die Innenpolitik anderer Länder hat stets auch eine gewisse Nebenwirkung, insbesondere wenn es sich um Diktaturen handelt: Die Gefahr des Krieges. Beim Feuerbringer klingt es so, als würde er Krieg im Namen des Humanismus geradezu einfordern!

In der Historie waren es in aller Regel Menschen wie der Betreibers des Blogs „Feuerbringer“, die Kriege vom Zaun gebrochen haben: Und damit meine ich nicht die Humanisten, sondern diejenigen, die vom Wohnzimmer aus bzw. vom Kartentisch aus einen Krieg führen. Georg Christoph Lichtenberg meinte einmal, dass schon viel gewonnen wäre, wenn jedem Kriegsherrn ein Pulverfass unter das Kopfkissen gelegt werden würde – so in etwa.

Es ist eben etwas anderes, ob einem das Gedärm weggeschossen wird. Der Feuerbringer etwa ist nicht einmal jemand, der überhaupt seinen Wehrdienst abgeleistet hätte. Wofür also würde ich mein eigenes Blut einsetzen? Für die eigene Freiheit, für die Freiheit der USA und auch die Freiheit der Bündnispartner, etwa Deutschlands, weil dies mit meiner persönlichen Freiheit unmittelbar verbunden ist.

Mein eigenes Leben, meine Gedärme gehen nur mich etwas an und in dem Bereich bin ich aus purem Überlebenstrieb extrem egoistisch: Aus irgendwelchen Ideologien heraus oder wegen der vermeintlichen Freiheit in irgendwelchen anderen Ländern, die wir ohne deren Kolonialisierung gar nicht gewährleisten können, würde ich mir nicht meine Gedärme wegbomben lassen.

Niemand sollte sich ein Urteil für einen Krieg erlauben, der nicht gleichzeitig bereit ist, sich als Schütze Arsch an einem solchen Krieg zu beteiligen.

Wegen internationalisierter humanistischer Kriegstreiberei wird dieses Blog aus der verlinkten Liste entfernt.

Hoffen auf Militärschlag

EKD- Ratsvorsitzende Käßmann, Creative Commons 3.0, Urheber: Kalip78

„Wir hoffen auf einen Militärschlag der USA“ lautete ein Artikel auf „evangelisch.de“.

Die Regime-Kritikerin des Iran Pegah Ahmadi wird dort zitiert: „Warum machen die USA nichts? Es wäre toll, wenn sie die Atomanlagen zerbomben würden. Sie sollten mit Militärschlägen die Protestbewegung unterstützen und die Macht des Regimes schwächen!“

Die Verbreitung derartiger Kriegstreiberei durch die evangelische Seite halten wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt für vollkommen unangebracht. Es wurden noch nicht einmal Sanktionen gegen den Iran verhängt.

Grundsätzlich haben alle Völker auf dem Globus die gleichen Rechte. Dementsprechend kann der Iran Atomanlagen nutzen, wie es die USA auch tun: Es gibt keine Vorrechte.

Problematisch ist insoweit, dass die Regierung des Iran keine ausreichende demokratische Legitimation mehr vorweisen kann, so dass die Machthaber dort lediglich die faktische Gewalt ausüben und dementsprechend nur für sich persönlich sprechen können, nicht aber für das iranische Volk.

Weiter ist problematisch, dass die persönliche Ansicht dieser Machthaber die Vernichtung Israels vorsieht. Israel gilt jedoch selbst als Atommacht, auch wenn dies nicht offiziell bestätigt wird, um die arabischen Nationen nicht zu provozieren. Die Forderung nach Vernichtung Israels ist daher die Verkündung eines suizidalen Islam, der Israel und sich selbst vernichten will – denn im Falle eines Angriffs auf Israel würde vermutlich im gesamten nahen Osten kein Stein auf dem anderen bleiben.

Zur Legitimation Israels ist zu bemerken, dass die Besetzung des Landes und Errichtung eines Staates dort zumindest zum Teil auch aus religiösen Gründen – also irrationalen Gründen – in jedem Falle völkerrechtswidrig war. Es ist jedoch nach dem Völkerrecht denkbar, dass sich auch ein einst illegitimer Staat durch die faktischen Machtverhältnisse legitimiert. Das Völkerrecht ist auf den friedlichen Ausgleich der Interessen der Völker ausgerichtet.

Ein Anspruch der Palestinenser auf Notwehr ist völkerrechtlich bereits vor Jahrzehnten untergegangen, nachdem diese nicht in der Lage waren, die Errichtung eines Staates zu verhindern. Die Israelis haben sich dort ihren Staat erkämpft und dieser hat nun aufgrund der faktischen Machtlage eine ausreichende Legitimation erlangt. Ein jetziger Angriff auf Israel wäre demnach heute seinerseits völkerrechtswidrig.

In dem Zusammenhang kann man sich die Frage stellen, inwiefern ein Präventivschlag gegen den Iran legitimiert sein kann. Das setzt allerdings eine weitaus konkretere Bedrohungslage voraus, als sie gegenwärtig gegeben ist und ein Ausschöpfen nichtmilitärischer Mittel. Davon sind wir Lichtjahre entfernt.

Auch wenn dies vielleicht von manchen als Kehrtwende dieses Blogs verstanden wird: Die internen Verhältnisse des Iran gehen uns nichts an! Haltet Euch zurück mit jeder Äußerung über die dortigen Verhältnisse! Der Iran ist größer und stärker als der Irak und Afghanistan zusammen. Einen Krieg mit dem Iran kann sich niemand erlauben! Das ist Völkerrecht, das dem Frieden dient. In einem Krieg mit dem Iran würde Leid geschehen, dass der Iran selbst über Jahrzehnte nicht anrichten könnte!

Urheber des Bildes: Kalip78

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Ratsvorsitzende der Evangelen

Der Katholik und Verteidigungsminister Dr. von und zu Guttenberg liefert sich gegenwärtig eine Schlammschlacht mit der Ratsvorsitzenden der evangelischen Kirchen in Deutschland Bischöfin Margot Käßmann. Sie ist gegen den Afghanistan-Einsatz, er betreibt ihn.

Bischöfin und EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann

In der Talkshow bei „Beckmann“ äußerte Frau Käßmann sich nun „wütend“ über den Vorwurf weiblicher Naivität und erfüllt damit ein weiteres Klischee der Weiblichkeit, in einer Diskussion nämlich emotional statt sachlich zu reagieren. Das Ideal, an sich selbst zu arbeiten, ist bei Frau Käßmann bei lauter Jenseitsorientierung anscheinend noch nicht angekommen.

So sieht es dann aus, wenn die Anhänger des Aberglaubens die Politik als Show unter sich ausmachen, der Katholik schickt die Deutschen ins Feuer der zu bekehrenden Moslems – um Deutschland am Hindukusch zu verteidigen (TM Peter Struck) – die Evangelische ist nur wütend.

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