Habemus Mamam!

Habemus Mamam! Roter Rauch stieg auf: Erstmals hat sich das Konklave auf eine Frau geeinigt.

RauchJa, leider nicht dieses mal. Nicht in diesem Leben, vermutlich ebenso: Die Herrscher im absolutistischen Vatikanstaat sind Männer seit Menschen Gedenken. Dies sollten sich alle Menschen vor Augen führen, wenn dieser Tage im Vatikan wiederum ein Mann „gewählt“ wird. Auch mit Demokratie hat das kolpotierende System nichts zu tun, die Wahl ist so demokratisch wie die Wahl des obersten Sowjets in der UdSSR.

Der Gleichheitsgrundsatz ist die Basis der westlichen Werte, von denen die katholische Kirche noch weit entfernt ist. In der widerspruchslosen (!) patriachalen Wahl zeigt sich einmal mehr, was diese Kirche von den Menschenrechten hält!

Art. 1 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte lautet:
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

 

Ratzingers Reichstag

Der heilige Stuhl, von Armatus Liandri, Creative Commons Namensnennung (auch unter dem Titel: „Iiih, das ist ja Stuhl!“)

Nachdem die Berichterstattung über die Papst-Proteste im Staatsfernsehen klein gehalten werden und Ratzinger wie ein seriöser Staats-Chef gefeiert wird, muss nun doch noch einmal etwas klargestellt werden:Dr. Ratzinger durfte nur deshalb vor dem Reichstag sprechen, weil er Staatsoberhaupt ist, wenn auch einziger absolutistisch herrschender Diktator in Europa: Und genau so sollte man ihn eigentlich auch behandeln, als Herrscher ohne jede akzeptable Legitimation!
Ohne Muß-Olini, der den Vatikanstaat überhaupt erst wieder errichtet hat, würde es so einen Mikrobenstaat gar nicht geben, der niemand anderem nützt als der diktatorisch organisierten Religionsgesellschaft Katholische Kirche.Statt dessen wird er gar nicht als Diktator behandelt, sondern wie der Chef einer Religionsgesellschaft: Genau dies stellt eine Verletzung der Menschenrechte durch das Deutsche Parlament und das Staatsoberhaupt dar, nämlich eine Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes, denn die anderen Vertreter der Religionsgesellschaften und Weltanschauungsgesellschaften dürfen nämlich keineswegs dort sprechen und sie werden auch niemals derart vom Bundespräsidenten empfangen werden. So ist es eben einfach nur eine dreiste Rechtsverletzung und staatsfinanzierte Werbung für die Katholische Kirche, wenn Parlamentarier dort hingehen und sich selbst loben, sie würden sich eben alles anhören, was dort gesagt werde. Meinungsfreiheit ist das eben nicht, wenn nur die eine Seite sprechen darf!Geradezu unerträglich war dann auch die Rede von Katholik Christian Wulff, die sich anhörte, als wäre er selbst gerne Pfarrer geworden: Hätte er so mit Königin Elisabeth II. geredet, die immerhin auch das diktatorische Oberhaupt der Anglikanischen Kirsche ist?

Bei allem Unsinn über den „Philosophenpapst“ möchte ich noch einmal hervorheben, dass die kath. Kirsche letztendlich eine unterirdische Philosophie vertritt, in Sexualfragen und Gesellschaftsfragen reaktionär ist und in ihrer Organisationsform Kinderschändungen Vorschub geleistet hat und dies wohl auch in der Zukunft tun wird. Der eigentliche Punkt, der mich als Naturalisten jedoch eindeutig von Herrn Dr. Ratzinger trennt, ist der von ihm vertretene Animismus und Aberglaube, wie man ihn in den allermeisten primitiven Kulturen vorfindet.

Kein Menschenrecht der Kruzifixfreiheit

„Der Wiedergänger“ von Armatus Liandri

Mit der Rechtsprechung geht es mal hüh und mal hott: Das eine Gericht meint, die Kreuze verstoßen gegen die Verfassung, das andere nicht, die eine Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hielt noch im November 2009 das Anbringen von Kreuzen in öffentlichen Schulen für eine Menschenrechtsverletzung, jetzt stellte das selbe Gericht (in anderer Besetzung) fest, dass dies nicht der Fall sei:

Man wisse nicht einmal, ob überhaupt jemand durch so ein Kreuz beeinflusst werde: Naja, irgendwer wird sich schon aufgeregt haben, sonst wäre ja wohl nicht geklagt worden!

Aus dem Gleichheitsgrundsatz in Verbindung mit der Weltanschauungsfreiheit ergibt sich die Verpflichtung des Staates zu weltanschaulicher und religiöser Neutralität: Insbesondere dürfen sich die Atheisten sehr wohl gegen staatliche Zwangsmissionierung wehren.

Mit seiner Entscheidung hat das Gericht aber einen ganz anderen Tenor geschaffen: Ich lese daraus, dass sich die Leute nicht so anstellen sollen, es ist doch nur ein Kreuz! Das Ansehenmüssen einen Kreuzes ist also deshalb keine Menschenrechtsverletzung, weil das Ertragenmüssen im Zweifel eher unerheblich ist. Keine Frage: Manch ein Atheist würde zu Staub zerfallen.

Das ganze lässt sich aber auch schnell umdrehen – im wahrsten Sinne des Wortes; wen wird denn ein auf den Kopf gedrehtes Kruzifixle stören?

Oder wenn Fritzchen Müller dem Gekreuzigten ein Kaugummi auf die Nase klebt? Kommt Leute, um so ein Kreuz schert sich doch eh kein Schwein! Das bloße Anblickenmüssen lustiger Verzierungen wird schon nicht so erheblich sein, dass es die Menschenrechte tangieren würde.

Also: Regt Euch alle ab und habt Spaß! Führt Euch nicht auf wie die Taliban, das Mittelalter ist vorbei!

Diskussion auch auf dem Brightsblog.

Symbolisches Schlagen der Frau

Mina Ahadi hat dem Standard ein Interview gegeben.

Mina Ahadi, Bild unter Gnu-Lizens, Urheber Mathias Schindler, weiteres im Bildfuß

Ahadi: „Die Politik und die Multikulti-Bewegung. Bisher hieß es: „Die Ausländer sind alle nett, die haben eine andere Kultur und das geht uns nichts an, wenn sie zuhause die Frauen schlagen.“ Wir sagen: Stopp, es ist genug. Wenn heute Mädchen in Wien keinen Freund haben dürfen, wenn Mädchen ein Kopftuch tragen müssen, dann haben wir ein Problem. Und da kritisiere ich am schärfsten die Intellektuellen: Diejenigen, die erklären, sie seien Humanisten, Atheisten und was auch immer: Alle haben bis jetzt geschwiegen.“

Und weiter:

Nicht so, wie die islamischen Feministinnen, die erklären, man müsse den Koran nur „richtig“ interpretieren: Wenn da Schwarz auf Weiß steht, du darfst deine Frau schlagen, dann sagen sie, mit ihrem guten, feministischen Herz, du darfst sie nicht sehr stark schlagen, sondern nur ganz leicht, wie mit einer Serviette. Ich habe mit diesen Feministinnen viel zu tun gehabt. Aber im Leben habe ich immer gesehen: Geschlagen wirst du immer mit sehr harten Sachen.

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Islam als Partei

Wenn es einen Staat geben würde, der Menschen mit der Begründung hinrichten würde, dass diese Theisten seien, einen militant atheistischen Staat also – was ansich schon völlig widersinnig wäre – was würde man dann von den Atheisten hierzulande verlangen?

Atheismus wäre damit ein Bestandteil der Politik. Wenn eine solche Politik auf der Welt mit offensichtlichen Menschenrechtsverletzungen einher ginge, dann wäre es nur recht und billig, von jedem Atheisten zu verlangen, dass er mit seinem Bekenntnis zum Atheimus nicht den politischen Atheismus meint, der Menschen umbringt.

Stern und Mondsichel: Symbol vieler islamischer Staaten

Der Iran hat nun –  als islamische Republik – Menschen wegen ihres Unglaubens hingerichtet.

Italien steht zu Menschenrechtsverletzungen

In Italien wurde ein Richter gefeuert, der nicht unter einem Kruzifix verhandeln wollte, berichtet 20 Minuten online.

Cruzifix, lat., „am Kreuz befestigt“

Cruzifix, lat., „am Kreuz befestigt“, Creative Commons 3.0, Urheber: Dierk Andresen Eigenes Foto von The weaver (bei wikipedia)

Für alle Norddeutschen, die davon noch nichts gehört haben: Ein Kruzifix ist eine ans Kreuz genagelte spärlich mit Tuch bekleidete männliche Puppe – meist mit Dornenkrone – die Jesus darstellen soll (den aus der Bibel, nicht einen der Millionen lateinamerikanischen Jesusse). Derartige Puppen an die Wände zu hängen, ist in südlichen Gefilden Deutschlands üblich – teils sogar in Gerichtssäälen und eben auch in Italien.

Hängt der Staat diese Puppen auf,  handelt es sich um eine Menschenrechtsverletzung, weil hierbei die Weltanschauungs- und Religionsfreiheit in Verbindung mit dem Gleichheitsgrundsatz verletzt wird. Der Staat kann entweder kein Symbol aufhängen oder aber alle. Das gilt in besonderem Maße, wenn ein Mensch sich auch noch weigert, unter einem solchen einseitig-religiösen Symbol zu verhandeln. Die Weigerung, unter einem solchen Symbol zu arbeiten, ist daher eine Wahrnehmung der eigenen unveräußerlichen Menschenrechte.

Italien scheint daher zu seinen Menschenrechtsverletzungen zu stehen. Wenn man die Einhaltung der Menschenrechte im Falle der Türkei zur Grundbedingung für Beitrittsüberlegungen macht, sollte man vielleicht Italien aus der EU rausschmeißen: Die Konvergenzkriterien für die Euro-Einführung wird dieses Land ohnehin bestenfalls nach einer kompletten Währungsreform erreichen können…

Anti-Nazi-Blog gegen Menschenrechte?

Merkwürdige Dinge tragen sich zu angesichts der Veranstaltung, die die Islamkritikerin Mina Ahadi bei der Jungen Union Aschaffenburg plant: Der Nazi-Jäger Blog „Störungsmelder“ berichtet in polemischem Tonfall, die Berichterstattung auf einem konservativ-populistischen Blog (PI-News) sei eine „Freundschaft der ganz besonderen Art“.

Nun kann Frau Ahadi aber wohl kaum etwas dafür, wenn ein konservativer Blog über sie berichtet – und die PI-News werden nicht dadurch ausländerfeindlich oder gar rassistisch, dass Kommentare mit ausländerfeindlicher Tendez auf diesem Blog zu finden sind.

Das wahre Anliegen der Nazi-Jäger-Meinungspolizei  scheint an ganz anderer Stelle zu hängen, so schreibt der Blog: „Er zeigt, dass es vornehmlich um die Diskreditierung des Islam, denn um wahre Hilfe für die grüne (und durchaus religiös-spirituelle) Demokratiebewegung im Iran geht.“

Khomeini

Das Böse: Kohmeini installierte das Regime des Iran, in dem er seine irrationale Weltanschauung mit Gewalt diktatorisch auch Andersdenkenden aufzuzwingen versucht und die Teilhabe von Menschen mit anderer Weltanschauung an der Politik von vornherein ausschließt. Wer keine Argumente hat, braucht Gewalt. Eine zwanghafte Religion, die in einer freien Welt zum Scheitern verurteilt ist.

Es geht also darum, jedwede Kritik am Iranischen Regime zu unterdrücken, die auf eine Verfechtung der Menschenrechte und damit auf einen Regimewechsel hinausläuft: Genau der ist aber dringend erforderlich, denn der Iran ist dem Grunde nach eine religiöse Diktatur, die sich gegen jede Form von Weltanschauungsfreiheit wendet. Atheistische Parteien wären im Iran verfassungsfeindlich. Mit einer isalamischen Kuschel-Revolution, die lediglich die undemokratischen Verhältnisse minimal verbessern will, die die iranische Verfassung a la Kohmeni bietet, wäre niemandem gedient. Diese Religions-Diktatur gehört abgeschafft, Weltanschauungsfreiheit ist ein Menschenrecht. Jeder Moslem muss auch aus der Religion austreten können und sich ohne staatliche oder gesellschaftliche Nachteile zur Aufklärung und zum Atheismus bekennen können. Gegen eine solches Terrorregime muss man auf allen ebenen Zusammenhalten, sogar mit Konservativen oder gar Anhängern des Aberglaubens.

Die Kritik an Mina Ahadi, die sie mit Nazis in Verbindung zu bringen sucht, spielt lediglich der islamischen Anti-Aufklärung in die Hände, die mit ihrer irrationalen, menschenrechtsfeindlichen Ideologie unliebsame Kritik mundtod machen will. Die Nazi-Jagt ging hier leider in die Hose.