Vatikansprecher nennt Aufklärung „Geschwätz“

Erneut hat ein Vatikansprecher vor aller Welt die aktuelle Kritik an der kath. Kirche als „Geschwätz“ beschimpft. Ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die als Kinder misshandelt wurden und aller Menschen, die sich um Prävention solcher Straftaten in der Kirche bemühen.

Die kath. Kirche wehrt sich mit Händen und Füßen gegen die Aufklärung. Man fragt sich unweigerlich: Wollen die, dass es so weiter geht? Dass alles totgeschwiegen wird, dass die Kinderschänder wieder in Amt und Ehren eingesetzt werden oder bleiben, wie es der heilige Ratzinger in seiner Laufbahn praktiziert hat? Es soll immer so weiter gehen: Totschweigen, unter den Teppich kehren. Und wenn auch das nichts hilft, wie im Falle Mixa: Alle juristischen Register ziehen.

Die katholische Kirche ist eine gesellschaftliche Last, eine Zumutung. Selbst die breite Masse der Katholiken sieht sich genötigt, ihre eigene Meinung von derjenigen der Kirchenherrscher abzugrenzen.

Indes ist der Papst immer noch nicht zurück getreten. Er will wohl weiter machen, bis nichts mehr bleibt von der Kirche. Vielleicht weiß er insgeheim, dass diese Altherrenriege einfach nicht mehr zu reformieren ist.

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Kirche schlatet Missbrauchshotline

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Personalie Ratzinger

Wappen Papst Ratzingers des XVI.

Ein Problem in der Prävention hinsichtlich von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche besteht darin, dass niemand fürchten muss, wegen Verfehlungen zur Rechenschaft gezogen zu werden, die der Papst selbst in vergleichbarer Form vor seinem Papsttum begangen hat und wegen derer er nicht zur Rechenschaft gezogen wurden, weil er bereits weit genug oben auf der Hierarchieleiter stand.

Im Vergleich zum Ratzinger-Fall aus den frühen 80gern:

Niemandem kann heute vorgeworfen werden, wenn er vorbestrafte Päderasten wieder in Amt und Würden einsetzt – und selbst wenn diese dann mit Kindern in Kontakt kommen und erneut straffällig werden, kann das der leitenden Person, die den Kinderschänder eingesetzt hat, nicht zur Last gelegt werden, wenn keine sichere Kenntnis vom Einsatz mit Kindern nachgewiesen werden kann. Verantwortung ohne Konsequenzen also.

Im Vergleich zum Murphy-Fall:

Ein Päderast ist nicht zwangsläufig zur kirchlichen Verantwortung zu ziehen, sondern darf durchaus in Amt und Würden bleiben, wenn er lieb „bitte bitte“ sagt.

Ratzinger selbst ist mit derartigen Dingen unbeschadet davon gekommen, ja konnte sogar Papst werden mit solchem Hintergrund – auch wenn das der Papstwahlkommission nicht im Detail bekannt gewesen sein dürfte und Ratzinger wohlweislich nichts dazu gesagt haben dürfte.

Aus diesem generell päderastenfreundlichen Vorgehen besteht bereits in der Person Ratzingers ein Hindernis für rückhaltlose Aufklärung und Unterbindung von Kinderschändungen. Was für die Kirchenoberen richtig ist, kann für den normalen Pfarrer nicht falsch sein. Sonst müsste sich der Papst selbst zur Rechenschaft ziehen.

Bleibt festzuhalten: Es wird niemand eine neue Person, bloß weil sie sich einen neuen Namen zulegt…

Islamische Kinderschänder?

Im Jemen hat die Planung eines Gesetzes zur Einführung eines Mindestalters für Eheschließungen zu massiven Protesten geführt.

Jemen, Urheber: Wikipedia-Nutzer Ief

„Zahlreiche Muslime lehnen die Einführung eines Mindestalters für Eheschließungen mit der Begründung ab, dies sei im Islam nicht vorgesehen.

Staatswappen des Jemen

Sie verweisen darauf, dass der Prophet Mohammed seine Frau Aisha als Neunjährige geheiratet ha

be. Im Jemen, einem der ärmstenLänder der Welt, ist die Verheiratung von Minderjährigen weit verbreitet. Im vergangenen Jahr war eine zwangsverheiratete Zwölfjährige bei der Totgeburt ihres Kindes gestorben.“ Berichtet die Wiener Zeitung am 23.03.2010.

Wir finden die Argumentation etwas unintellektuell. Wo bleibt das Argument? Selbst wenn Mohammed ein Kinderschänder gewesen wäre, würde das bedeuten, dass das richtig und erlaubt sein sollte?

Sexueller Missbrauch an Jesuiten-Gymnasium

Die selbe Problematik, die auch sonst bei den Messdienern zu Tage tritt, schlägt sich auch hier wieder nieder: Es werden nicht Kinder in irgendwelchen Gymnasien serienmäßig sexuell missbraucht, sondern es handelt sich um homosexuellen Missbrauch in katholischen Einrichtungen, wo die Täter zölibatär leben (oder leben sollen).

Es geht zwar primär um die Aufklärung von Einzelfällen. Mit der Bestrafung der Täter ist es aber nicht getan, es handelt sich um ein weltweites strukturelles Problem zölibatärer, katholischer Einrichtungen. Das Prfoblem ist lange bekannt: Man muss für das Verhalten der Kirche in diesem Punkt keinerlei Verständnis aufbringen.

Es wird hier auf die bisherigen Artikel verwiesen (1) (2).

Übrigens ist das Zölibat eine rein katholische Einrichtung, die sich nicht aus der Bibel herleiten lässt. Dort werden noch nicht einmal Pfarrer oder auch nur eine Kirche erwähnt. Das Zölibat hat es zudem auch in der katholischen Kirche nicht immer gegeben.