Ratzingers Generalvikar ein Bauernopfer?

Wappen Papst Ratzingers des XVI.

„In der Affäre um den pädophilen Priester Peter H. in der Erzdiözese München und Freising hat das Ordinariat den früheren Generalvikar Gerhard Gruber möglicherweise zur alleinigen Schuldübernahme gedrängt. Vertraute Grubers schildern einem Vorabbericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel zufolge, er stehe unter großem Druck und solle wohl als Sündenbock für den Papst herhalten. Es sei darum gegangen, den Papst „aus der Schusslinie zu nehmen“.“ Berichtet die Süddeutsche am 18.04.2010.

Der Bericht des Spiegels vom 17.04.2010 findet sich -> hier.

Verwundern würde es nicht. Im Verantwortungsbereich Ratzingers lag diese Aktion ohnehin.

Kirche schlatet Missbrauchshotline

Telefonnr: 0800-1201000

Neuer Vorwurf gegen Ratzinger

Die Süddeutsche berichtet heute online: „Schwerer Vorwurf in der New York Times: Trotz vieler Warnungen habe der Vatikan nichts gegen einen US-Priester unternommen, der hundertfach Jungen sexuell missbraucht haben soll.“

Die US-Bischöfe sollen den Vatikan gewarnt haben, doch der habe nichts unternommen. Besonders perfide: Die 200 missbrauchten Jungen sollen Gehörlose gewesen sein…

Eines dürfte schon jetzt feststehen: Der Vatikan hat sicherlich nicht zum Schutze der Jungen geschwiegen.

Der heilige Stuhl wird immer wackliger.

Damals Nazis, heute Medien

„Damals Nazis, heute Medien“, ein Artikel der Süddeutschen, den man gelesen haben sollte.

„Bishops Soulbath“ von Armatus Liandri

Wie Bischof Gerhard Ludwig Müller von Regensburg versucht, die Berichterstattung über den Kindesmissbrauch in die Nazi-Ecke zu stellen. Das mangelnde moralische Unrechtsbewusstsein des Bischofs hinsichtlich seiner völlig inadäquaten Wortwahl zeigt einmal mehr, wie man es in Regensburg gewohnt ist, mit Kirchenkritikern umzugehen – insbesondere, wenn es um Kindesmissbrauch geht.

Vielleicht hat der Mann aber auch als Kind einfach nur zu wenig Aufmerksamkeit bekommen, dass er sich jetzt wichtig macht.

Küngs Vorwurf: Ratzinger vertuscht!

Die Welt berichtet heute:

Küng, Bild-Lizenzen: Gnu, Creative Commons 3.0, Urheber: Muesse, Bildfuß

„Der Theologe Hans Küng erhebt schwere Vorwürfe gegen Papst Benedikt XVI. Das Kirchenoberhaupt soll bereits seit Jahrzehnten konkret über die Missbrauchsfälle in der Kirche informiert gewesen sein, sagte Küng im Schweizer Fernsehen.“

Küng wörtlich: „Es gab in der ganzen katholischen Kirche keinen einzigen Mann, der so viel wusste über die Missbrauchsfälle, und zwar ex officio – von seinem Amt her“

Das passt in etwa zu dem Verhalten, dass schon dem Missbrauchsopfer Denef entgegen schlug, dass im Vatikan nämlich vornehmlich für das Seelenheil gebetet wird, statt dass Taten folgen.

Bildlizenzen:

Die Bilddatei wurde unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported veröffentlicht, Urheber: Wikipedianutzer Muesse, Quelle: Wikipedia

Papst spricht, ohne etwas zu sagen

Papsthut, innen hohl

Der Papst sagt nichts. Nichts zu Deutschland, dies interessiert ihn nicht, jetzt nicht jedenfalls. Er muss sich erst überlegen, was er sagt, zu seinen eigenen Verfehlungen, zur pervertierten Sexuallehre der katholischen Kirche, der Verteufelung des Sexualtriebes, dem Lavieren und Relativieren der deutschen Bischöfe.

Den Bischöfen fehlt es an moralischem Rückrad: Bei ihnen steht immer noch ihr eigener Verein über allem anderen, ihnen fehlt es an einer menschlichen Moral ansich – so jedenfalls der Eindruck, wobei nicht zu vergessen ist, dass gerade die radikalsten am ehesten zur Presse durchdringen, so ist es organisiert, so ist es gewollt.

Was sagt der Vatikan?

„ Rom. Der Vatikan veröffentlicht heute den mit Spannung erwarteten Papstbrief zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. Benedikt XVI. dürfte darin vor allem mehr Transparenz bei der Aufarbeitung sowie Vorbeugung neuer Missbrauchsfälle verlangen.…“ berichtet die Frankfurter Rundschau Online heute.

Schönes, christliches Irland

Indes: Um die Missbrauchsfälle in Deutschland geht es dabei gar nicht, sondern in Irland. Dort hatten die Missbrauchsopfer durchschnittlich 63.000,00 Euro pro Person erhalten, zusammen über eine Milliarde Euro.

Der nachträgliche Skandal: Die Beträge wurden größtenteils vom Steuerzahler übernommen: Soll heißen, auch die Atheisten zahlen für den Scheiß, den die Aberglaubensgesellschaft anrichtet!

Die Tageszeitung die Welt berichtete, ein Geistlicher habe die Katholenherrschaft in den 50ger Jahren in Irland mit dem Regime der Taliban verglichen.

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