Warum greifen die neuen Atheisten die Religion an?

Es gibt verschiedene Ansichten zu dem Punkt. Die Blödsinnigste: Die Neuen Atheisten greifen die Religion an, weil sie nicht dazu gehören und weil sie als Atheisten nun einmal alles andere angreifen. Ohne Nächstenliebe etc.

Dass das Unsinn ist, braucht kaum betont zu werden. Die meisten neuen Atheisten waren früher selbst Christen, zumindest auf dem Papier. Aber auch wenn dies nicht der Fall ist, sieht der Hauptgrund so aus:

1. Die Inhaltlichen Aussagen der Religion sind falsch. Und wenn man das einmal erkannt hat, dann ist die Aussage, dass es einen Gott gibt, eine Lüge, wenn man sie wider besseren Wissens aufrecht erhält. Ein geradliniger Atheismus ist also eine Frage der Ehrlichkeit.

2. Die Religionen verletzen permanent die Interesse der Atheisten, einerseits auf politischem Gebiet, durch Subventionierung ihrer eigenen Ansichten, durch Okkupation des Staates für ihre private Ansicht des Aberglaubens, aber auch insbesondere von Seiten der 3M durch massive Diffamierungen aufgeklärter Menschen mit rational-atheistischem Weltbild.

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Warum Ethik keinen Gott braucht

Urheber: Luc Viatour, Creative Commons Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen

Der Humanistische Pressedienst (hpd) gestern (19.02.2010) folgenden Artikel zum Thema „Atheismus als Grundlage des Humanismus

„ Die Anwürfe und Schmähungen von religiösen Funktionären gegen den Atheismus sollen nicht unwidersprochen bleiben. Ein säkularer Humanist und Atheist hat dazu seine Gedanken und Thesen formuliert. Selbstbewusst, freundlich und verständlich.

Thesen von Dirk Winkler

Es gilt, mit einem hartnäckigen Missverständnis aufzuräumen: Der bewussten oder unbewussten unzulässigen Gleichung, dass Religion und Glaube Werte vermitteln und der Atheismus keine Werte bietet. …“

In dem Artikel geht es unter anderem gerade um die ethischen Vorteile des Atheismus in Relation zu strukturellen Defiziten des Atheismus. Über einige Aussagen des Artikels kann man sich sicherlich lange streiten. Nach etwas holprigen Ansätzen gelingen dem jungen Autor zunehmens die Entwicklung interessanter Gedanken und Grundeinsichten.

-> Zum Artikel

Diskussionen sind auch im dortigen Forum möglich.

Bildlizenz: Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen und GNU-Lizenz für freie Dokumentation Urheber: Luc Viatour, www.lucnix.be

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Islam als Partei

Wenn es einen Staat geben würde, der Menschen mit der Begründung hinrichten würde, dass diese Theisten seien, einen militant atheistischen Staat also – was ansich schon völlig widersinnig wäre – was würde man dann von den Atheisten hierzulande verlangen?

Atheismus wäre damit ein Bestandteil der Politik. Wenn eine solche Politik auf der Welt mit offensichtlichen Menschenrechtsverletzungen einher ginge, dann wäre es nur recht und billig, von jedem Atheisten zu verlangen, dass er mit seinem Bekenntnis zum Atheimus nicht den politischen Atheismus meint, der Menschen umbringt.

Stern und Mondsichel: Symbol vieler islamischer Staaten

Der Iran hat nun –  als islamische Republik – Menschen wegen ihres Unglaubens hingerichtet.

Fundamentalkritik

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Interview mit Michael Schmidt-Salomon

Das Radiointerview kann man hier als mp3-Stream anhören.

„Ausschwitz ist nicht der Ausdruck des Bösen“

Oder Datei herunterladen, 31,26 min., 14,4 MB:

michael-schmidt-salomon-philosoph.6444m.mp3

Islamkritik und Fremdenhass

„Wir müssen wieder mehr über Religion diskutieren, statt in einen abstrakten Wald- und Wiesenatheismus zu verfallen. Eine Kritik des Islam darf nicht Fremdenhassern überlassen werden.“

Ein lesenswerter Artikel bei „Die Presse“ mit guten Gedanken, von Stephan Grigat.

Christentumsgeschädigt

Die Atheisten sind in Wirklichkeit Christentumsgeschädigte Menschen, weil das Christentum eine Religion ist, die kein Mensch versteht – so in etwa drückte es ein Sprecher in einem Video auf einer islamischen Seite aus.

Auf einige aktive Atheisten mag das zutreffen, sie nagen daran und suchen nach ausgefeilten Begründungen, die sie dem Christentum entgegen halten können. Das geht so weit, dass mancher Atheist die Bibel besser kennt als der durchschnittliche Christ.

Kreuz an der Ostsee, Caspar David Friedrich

Hier tritt aber auch ein weiterer Aspekt in Kraft: „Die größten Gegner der Elche waren früher selbst Elche.“ Gemeint ist damit, dass sich gerade die Menschen aktiv vom Christentum abwenden, die sich mit den inhaltlichen Aussagen der Bibel befassen. Wer immer fröhlich Weihnachten und Ostern feiert und vielleicht noch zu Hochzeit und Beerdigung die Kirche betritt, der wird mit den in der Tat unverstehbaren Aussagen der Bibel niemals in Konflickt geraten und sich der Unlogik und Inkonsequenz seines Verhaltens vielleicht niemals klar werden.

Dennoch ist die Einschätzung, die Menschen würden sich zum Atheismus bekennen, natürlich einseitig. Gerade in Ostdeutschland gibt es zahllose Menschen, die niemals einer Religion angehört haben.

Und noch etwas: Wer quasi zum Atheismus konvertiert und sich in Diskussionen mit Gläubigen begiebt, der geht häufig auf die Suche nach den Ursachen seiner eigenen Weltanschauung, die nicht so einfach auf dem Präsentierteller vor dem Atheisten liegen, wie dies im Christentum und Islam mit ihren bezahlten hauptberuflichen Glaubensvertretern der Fall ist.

Der Atheismus ist in aller Regel nicht einfach nur die Verneinung des Christentums sondern basiert auf konkreten Wertesystemen und Vorstellungen – so etwa auf der Ebene der Erkenntnis dem Naturalismus, Monismus, Rationalismus oder auf der Ebene der Ethik auf dem Humanismus, den Menschenrechten oder anderem. Der Atheismus ist in Bezug auf den Naturalismus etwa nur ein kleiner Teilaspekt, der nur durch den Umstand Bedeutung gewinnt, dass es überhaupt Theisten gibt.

Jeder Atheist hat hierzu ansichten, er kann sie nur möglicherweise nicht benennen, weil Atheismus oder Philosophie nun mal nicht überall als Schulfach unterrichtet wird. Wer aber sucht, der wird die eigene Auffassung auch schnell abzugrenzen und zu benennen verstehen.

Und noch eines: Den Islam verstehen die meisten Atheisten ebensowenig, wie jede andere supernaturalistisch bzw. theistisch angelegte Religion. Das heißt, lieber Moslemprediger, wir verstehen durchaus, was Sie da glauben und machen, nur halten wir es für komplett abwegig…