Mixa im Fegefeuer

„Das Grauen“ von Armatus Liandri

Das bereits vor wenigen Monaten eingestellte Bild von Armatus Liandri mit der Darstellung Walter Mixas erhält mit seiner neuesten Aussage in einem Interview bei der Tageszeitung „die Welt“ vom 16.06.2010: „Der Druck war wie ein Fegefeuer“, so Mixa.

An diesem Beispiel sieht man, wie der Inhalt eines Bildes durch nachträgliche Ereignisse eine andere Bedeutung und je nach zeitlichem Betrachtungspunkt einen anderen inhaltlichen Wert erlangen kann. Die Objektivität der Wahrnehmung wird immer von der subjektiven Position des Betrachters bestimmt, was sich gerade in den unterschiedlichen Interprätationsmöglichkeiten dieses Bildes niederschlägt.

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Mixa ersucht um Entlassung!

„Das Grauen“ von Armatus Liandri

Chefkatholik Walter Mixa soll Dr. Ratzinger seinen Rücktritt angeboten haben. Selbst zurücktreten kann er nicht, dazu ist die kath. Kirche zu autoritär organisiert.

Ob er wohl doch entbehrlich ist? War es doch eine der ersten Personalentscheidungen Dr. Ratzingers als Papst, Mixa auf „nützlicheren“  Posten nach Augsburg zu verschieben, wo er eine größere Außenwirkung erzielen konnte.

Kann Dr. Ratzinger eigentlich gleich mit abtreten, fertig hat er ja jedenfalls auch.

Weitere Berichte:

Skydaddy, Buchstäblich seltsam!

Mixa hat sich entschuldigt

Wilhelm Busch, Züchtigung im 19. Jahrhundert, Nachkolorierung Blog, Urheberrechtsfrei

Mixa hat seine Reue mitteilen lassen, dass er anderen Menschen Leid zugefügt habe. Welches Leid meint er denn eigentlich? Das von damals oder das jetzige? Hat er noch mehr Dreck am stecken, als bislang öffentlich ist?

Immerhin hat er auf die Vorwürfe der von ihm Geschlagenen (mittlerweile liegen acht eidesstattliche Versicherungen vor) zunächst mitgeteilt, er sei reinen Herzens und könne sich nicht erinnern. Gleichzeitig hatten seine Sprecher aber mitgeteilt, man werde mit zivil- und strafrechtlichen Maßnahmen gegen die Aussagenden vorgehen – soweit wir uns hier richtig erinnern. Wofür entschuldigt sich der Ex-Gewalttäter nun, für die Gewalttaten damals, oder für den Umstand, dass er die Opfer jetzt zunächst als Verleumder hat dastehen lassen? Das kann auch den Straftatbestand der Beleidigung erfüllen.

Mixa ist unentbehrlich!

Aus dem Umstand, dass Bischof Walter Mixa immer noch nicht zurück getreten ist und auch noch nicht gefeuert wurde, schließen wir, dass er für die katholische Kirche unentbehrlich ist. Ausgerechnet im Mixa-Kontext sollen die Kirchenaustrittszahlen massiv angestiegen sein…

Wie wird jemand unentbehrlich? Nun, da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Einerseits kann jemand besonders nützlich sein für die Organisation. Das könnte Ratzinger natürlich so sehen, weil Mixa einer der drei „Ms“ ist, die als konservative Hardliner auftreten und in dieser Richtung vom Vatikan politisch gewünscht sind.

Andererseits kann jemand aber auch unentbehrlich werden, wenn er Dinge weiß, von denen niemand etwas erfahren darf, weil sie einen Skandal auslösen würden. In Betracht kommt vieles, vom Kindesmissbrauch über Gewalttaten oder auch gewisse Geldtransfers. Ob das bei Walter Mixa zutrifft, kann man aus der gegenwärtigen Perspektive allerdings nicht sagen.

Einen weiteren Mixa-Artikel gibt es heute in der Welt.

Neues vom Mixa

Es wird immer abenteuerlicher:

„Ornat“ von Armatus Liandri

„Wäre Bischof Mixa ein Politiker, hätte er wohl schon Ende 2001 zurücktreten müssen, als der mazedonische Zoll im Handgepäck Mixas fast 400.000 Mark entdeckte, die der Militärbischof – auch das ist der Augsburger Hirte – angeblich im Auftrag des Bischofs von Skopje undeklariert nach Deutschland bringen wollte.“ berichtet die Süddeutsche am 15.04.2010.

Im Namen des „Herrn“ ist eben einiges erlaubt!?

Schöne Möbel für Mixa statt Spielzeug fürs Heim?

Die Welt druckt dazu ein Mixa-Bild ab -Der Ärmel sieht aus, als sei er aus Urgroßmutters Gardine erstellt.

Die Welt berichtet am 12.04.2010: „Nach den Vorwürfen, er habe Heimkinder misshandelt, gibt es neue Anschuldigungen gegen den Augsburger Bischof Mixa. Er soll in den 80er- und 90er-Jahren als Stadtpfarrer von Schrobenhausen Geld der Waisenhausstiftung zweckentfremdet haben. Der Bischof weist die Vorwürfe zurück – einen Fehler aber gibt er zu.“

Die Welt berichtet weiter, „Die „Augsburger Allgemeine“ hatte in diesem Zusammenhang berichtet, als Stadtpfarrer und Kuratoriumsvorsitzender (1975-1996) habe Mixa Antiquitäten im Wert von 70.000,00 Mark nicht satzungsgemäß angeschafft. Manche der Gegenstände hätten ihren Platz im Pfarrhaus gehabt.“

Zur katholischen Kirche fällt mir bald nichts mehr ein. Merken die Kirchenfürsten überhaupt noch was?

Rohrstockzüchtigung durch Mixa?

Wilhelm Busch, Züchtigung im 19. Jahrhundert, Nachkolorierung Blog, Urheberrechtsfrei

Die Süddeutsche berichtet heute, ein weiteres Heimkind habe sich gemeldet, dass von Mixa verprügelt worden sein soll, allerdings soll es sich in diesem Fall um eine Rohrstockzüchtigung gehandelt haben. Anscheinend konnten Heimkinder nach Belieben gefoltert werden, weil niemand hingesehen hat und ihnen niemand glaubte.

Die Süddeutsche zitiert die 7. Zeugin, die auch unter Eid aussagen würde weiter: „Ich musste die Hose runter ziehen, mich über die Badewanne beugen und bekam dann fünf bis sieben Schläge auf das Gesäß“, … „Die ersten zwei Tage danach war es unmöglich, vernünftig zu sitzen vor Schmerzen.“

Ein Maß, dass man durchaus als sadistische Perversität bezeichnen kann.

Züchtigungen mit dem Rohrstock waren auch damals beim besten Willen nicht mit irgendeinem Erziehungsgedanken zu rechtfertigen. Abgesehen davon soll Mixa gar keine Erziehungsfunktionen in dem Heim wahrgenommen haben. Das Prügeln mit einem Stock ist heute mit Freiheitsstrafe von mindestens 6 Monaten Gefängnis bedroht. Mixas Taten dürften allerdings lange verjährt sein. Es geht allenfalls um die Klärung der moralischen Abgründe. Bisher bestreitet Mixa, überhaupt jemals Kinder geschlagen zu haben.

Die Kirche suspendiert nicht ihn nicht einmal. Welch Hohn für die Opfer. Welche Verantwortung im nachträglichen Umgang trägt der Durchschnittskatholik für seinen Verein?