Ratzingers Reichstag

Der heilige Stuhl, von Armatus Liandri, Creative Commons Namensnennung (auch unter dem Titel: „Iiih, das ist ja Stuhl!“)

Nachdem die Berichterstattung über die Papst-Proteste im Staatsfernsehen klein gehalten werden und Ratzinger wie ein seriöser Staats-Chef gefeiert wird, muss nun doch noch einmal etwas klargestellt werden:Dr. Ratzinger durfte nur deshalb vor dem Reichstag sprechen, weil er Staatsoberhaupt ist, wenn auch einziger absolutistisch herrschender Diktator in Europa: Und genau so sollte man ihn eigentlich auch behandeln, als Herrscher ohne jede akzeptable Legitimation!
Ohne Muß-Olini, der den Vatikanstaat überhaupt erst wieder errichtet hat, würde es so einen Mikrobenstaat gar nicht geben, der niemand anderem nützt als der diktatorisch organisierten Religionsgesellschaft Katholische Kirche.Statt dessen wird er gar nicht als Diktator behandelt, sondern wie der Chef einer Religionsgesellschaft: Genau dies stellt eine Verletzung der Menschenrechte durch das Deutsche Parlament und das Staatsoberhaupt dar, nämlich eine Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes, denn die anderen Vertreter der Religionsgesellschaften und Weltanschauungsgesellschaften dürfen nämlich keineswegs dort sprechen und sie werden auch niemals derart vom Bundespräsidenten empfangen werden. So ist es eben einfach nur eine dreiste Rechtsverletzung und staatsfinanzierte Werbung für die Katholische Kirche, wenn Parlamentarier dort hingehen und sich selbst loben, sie würden sich eben alles anhören, was dort gesagt werde. Meinungsfreiheit ist das eben nicht, wenn nur die eine Seite sprechen darf!Geradezu unerträglich war dann auch die Rede von Katholik Christian Wulff, die sich anhörte, als wäre er selbst gerne Pfarrer geworden: Hätte er so mit Königin Elisabeth II. geredet, die immerhin auch das diktatorische Oberhaupt der Anglikanischen Kirsche ist?

Bei allem Unsinn über den „Philosophenpapst“ möchte ich noch einmal hervorheben, dass die kath. Kirsche letztendlich eine unterirdische Philosophie vertritt, in Sexualfragen und Gesellschaftsfragen reaktionär ist und in ihrer Organisationsform Kinderschändungen Vorschub geleistet hat und dies wohl auch in der Zukunft tun wird. Der eigentliche Punkt, der mich als Naturalisten jedoch eindeutig von Herrn Dr. Ratzinger trennt, ist der von ihm vertretene Animismus und Aberglaube, wie man ihn in den allermeisten primitiven Kulturen vorfindet.

Mixa hat sich entschuldigt

Wilhelm Busch, Züchtigung im 19. Jahrhundert, Nachkolorierung Blog, Urheberrechtsfrei

Mixa hat seine Reue mitteilen lassen, dass er anderen Menschen Leid zugefügt habe. Welches Leid meint er denn eigentlich? Das von damals oder das jetzige? Hat er noch mehr Dreck am stecken, als bislang öffentlich ist?

Immerhin hat er auf die Vorwürfe der von ihm Geschlagenen (mittlerweile liegen acht eidesstattliche Versicherungen vor) zunächst mitgeteilt, er sei reinen Herzens und könne sich nicht erinnern. Gleichzeitig hatten seine Sprecher aber mitgeteilt, man werde mit zivil- und strafrechtlichen Maßnahmen gegen die Aussagenden vorgehen – soweit wir uns hier richtig erinnern. Wofür entschuldigt sich der Ex-Gewalttäter nun, für die Gewalttaten damals, oder für den Umstand, dass er die Opfer jetzt zunächst als Verleumder hat dastehen lassen? Das kann auch den Straftatbestand der Beleidigung erfüllen.

Ex-Heimkinderdemo in Berlin

Fotos: Fiona Lorenz, Carsten Frerk, Quelle: hpd.de

Der HPD berichtet: „BERLIN. (hpd) Vor dem Brandenburger Tor versammelten sich heute Mittag rund 300 ehemalige Heimkinder und deren Verwandte, um ihrer Situation mit einem „Jetzt reden wir!“ vehement Nachdruck zu verleihen. Der Tag war bewusst gewählt, da der „Runde Tisch Heimerziehung“ der Bundesregierung, dem die Veranstalter der Demonstration Verharmlosung vorwerfen, just tagte.“

Ersichtlich war die Demonstration gut besucht, sogar die Tagesschau berichtete gestern.

Photos: Fiona Lorenz, Carsten Frerk, Quelle hpd.de

-> weiter beim hpd

Neues vom Mixa

Es wird immer abenteuerlicher:

„Ornat“ von Armatus Liandri

„Wäre Bischof Mixa ein Politiker, hätte er wohl schon Ende 2001 zurücktreten müssen, als der mazedonische Zoll im Handgepäck Mixas fast 400.000 Mark entdeckte, die der Militärbischof – auch das ist der Augsburger Hirte – angeblich im Auftrag des Bischofs von Skopje undeklariert nach Deutschland bringen wollte.“ berichtet die Süddeutsche am 15.04.2010.

Im Namen des „Herrn“ ist eben einiges erlaubt!?

Die Päderasten sind alle schwul!

Kurienkardinal Bertone schiebt die Schuld am sexuellen Missbrauch durch Priester auf die Homosexualität, so die Süddeutsche.

Das stimmt schon: Meistens wurden Knaben von Männern missbraucht, also ein Akt der Pädophilie und Homosexualität. Und das sind Eure Priester!

Vielleicht hat doch einfach nur Satan selbst die Priester verführt? Dann wären sie ja selbst Opfer!

Der Punkt ist aber, dass die Kirche wieder einmal versucht, mit hanebüchenem Unsinn von der eigenen Verdorbenheit abzulenken: Zu einem Problem sind die Päderasten dür die Kirche doch nur deshalb geworden, weil sie sich selbst zuerst einen sagenhaften moralischen Dünkel angemaßt haben und zudem sogar jedes Gespräch über die Sexualität tabuisiert und Sex als böse – als „Sünde“ – hingestellt haben. Genau das hat zu der Mauer des Schweigens, versteckens und Vertuschens geführt, dass derartige Serientaten ermöglicht hat.

Und genau damit macht die Kirche weiter: So lange keine anderen Menschen darunter zu leiden haben, kann es der Kirche nämlich schnurzegal sein, ob ihr Priester nun sonstwie veranlagt ist. Und erst recht hat sie sich kein Urteil über die Sexualität außerhalb der Kirche stehender Menschen zu erlauben. Die kath. Kirche lebt eben doch noch mit einem Bein im Mittelalter.

Mal ganz davon abgesehen, dass die Kirchenfürsten immer noch Dr. Ratzinger als „heiliges“ Vorbild vor sich haben, der ja nun selbst mehrfach richtig tief ins Klo gegriffen hat.

Mixa soll Kinder geschlagen haben

„Das Grauen“ von Armatus Liandri

Die Welt schreibt heute: „Der Augsburger Bischof Walter Mixa soll in den 70er- und 80er-Jahren Heimkinder misshandelt haben. Fünf Frauen und Männer behaupten in eidesstattlichen Erklärungen, von Mixa geschlagen worden zu sein. Das Augsburger Bistum spricht von absurden Vorwürfen – offensichtlich solle Mixa diffamiert werden.“

Natürlich, alle eidesstattlichen Versicherungen können ja nur falsch sein, wo Mixa doch per Definition niemals ein Unrecht tun kann. Immerhin ist er doch Bischof, in der heiligen Kirche. Also mich wundert da gar nichts mehr.

Es berichteten „… die ehemaligen Heimkinder von Ohrfeigen, Fausthieben gegen den Oberarm sowie Schlägen auf das Gesäß mit Teppichklopfer und Stock. …“

Ergänzung: Auch das Staatsfernsehen berichtete (heute), allerdings waren dort mangels ausreichender Kapazität kein Abruf möglich.

Kirche schlatet Missbrauchshotline

Telefonnr: 0800-1201000