Der islamische Faschismus – Lesung in Hamburg

Hamed Abdel-Samad liest
aus seinem Buch Der islamische Faschismus
11. Oktober, 19:30 Uhr, Eintritt: 8,-, ermäßigt: 5,-
Freie Akademie der Künste (FAdK), Klosterwall 23, Hamburg

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Papst nicht tot?

Vatikansprecher Federico Lombardi dementierte die jüngste Twitter-Meldung, dass der Papst tot sei: Papst lebt.

Papst tot

Der Papst schläft nur.

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Uta Ranke-Heinemann: „Sehr geehrter Papst… “

Uta Ranke -Heinemann, erste katholische Theologieprofessorin und erste, die ihre Professur aus Glaubensgründen wieder verlor, Tochter des Bundespräsidenten Heinemann, schrieb einen Brief an den Papst, ihren ehemaligen Komilitonen:

„Sehr geehrter Papst Benedikt,

am 7. August 2004 sah ich im BBC-World-Fersehen eine junge Afrikanerin verzweifelt weinen. Sie hatte gerade erfahren, dass sie sich bei ihrem AIDS-kranken Mann infiziert hatte. Der Reporter fragt erschrocken, warum sie denn kein Kondom benutzt habe? „Ich habe solche Angst vor dem ewigen Höllenfeuer, vor dem unser Pfarrer uns gewarnt hat.“

Der BBC-Reporter fragte daraufhin den afrikanischen Pfarrer, ob es stimme, dass er die Ehefrauen HIV-infizierter Männer vor der Hölle gewarnt habe, wenn sie ein Kondom benutzen. Der Pfarrer sagte: „Ja, auch bei Ansteckung und Todesgefahr sind Kondome nicht erlaubt. Ehefrauen, die sich bei ihrem AIDS-kranken Ehemann angesteckt haben, das sind die Märtyrerinnen für den Glauben unseres Jahrtausends.“

Ohne Erektion kein Segen

Angesichts dieser Tragödie klage ich Sie an, Papst Benedikt, wegen tödlicher Irreführung der Menschheit. Ich klage Sie an, die Schuld für Krankheit und Tod vieler Menschen zu tragen, weil sie unsinnigerweise unerbittlich behaupten, dass Kondome in das ewige Höllenfeuer führen. Ich verlange von Ihnen, allen betroffenen Frauen weltweit die medizinische Versorgung zu finanzieren und ihnen und ihren Familien Schadenersatz zu leisten.

Die Pädophilieskandale haben Ihre Kirche vor allem in den USA viel Geld gekostet. Im „Wir sind Papst“-Deutschland sind die Zahlungen allerdings kläglich. Ich sehe nicht ein, wieso Frauen, die sich mit HIV infizieren und daran sterben, nicht ebenfalls finanzielle Folgen für Sie haben sollten.

Ein italienischer Bischof hat 2008 einem Brautpaar die kirchliche Trauung verweigert, weil der Bräutigam nach einem Autounfall querschnittsgelähmt und auf Dauer impotent ist. Es geht dabei nicht darum, dass der Mann nicht mehr fähig ist zu zeugen, sondern dass er beischlafunfähig ist. Das heißt, dass der Mann nicht in der Lage ist, seinen Samen auf die von Ihrer Kirche vorgeschriebene Art und Weise auf den Weg zu bringen, weil er keine Erektion mehr bekommen kann.

Katholische Priester verstehen zu wenig griechisch

Querschnittsgelähmte und ihre Partnerinnen werden von Ihnen lebenslänglich (Canon 1084 CIC 1983) zwangs-entsexualisiert, da jegliche Intimität nur in der Ehe erlaubt ist, andernfalls Todsünde bedeutet. Es ist unerträglich, dass Sie in Ihrem Kirchenrecht bestimmen, ab welchem Grad der Lähmung eine Frau einen Mann nicht mehr lieben darf, ab welchem Grad der Verletzung ein Mann sein Leben einsam zu Ende zu leben gezwungen wird.

Sie, Papst Benedikt, in ihrem Wahn von einem frauenlosen Männer-Biotop nehmen jede Gelegenheit wahr, die Ehe, wenn nicht zu verunmöglichen, dann wenigstens zu asketisieren, zu eunuchisieren, zu vermönchen und zu zölibatisieren.

Nach der Hochzeit des Mönches Martin Luther mit der Nonne Katharina von Bora wurde 1592 von Ihrem Vorgänger, Papst Clemens VIII., der griechische Urtext des Apostels Paulus in der lateinischen Ausgabe verfälscht. Paulus sagte im 1. Korintherbrief 9, 5: „Habe ich nicht das Recht, eine Ehefrau auf den Reisen mitzunehmen wie die übrigen Apostel und Petrus“. Aus den Ehefrauen der Apostel werden dienende Schwestern, also Haushälterinnen. Und Ihr Vorgänger, Papst Johannes Paul II., erhob die Apostel sogar zu „Predigern und Lehrern des Zölibats“. Da die meisten katholischen Priester zu wenig Griechisch verstehen, stoßen sie nie auf ihr vom Apostel Paulus verbrieftes Recht zu heiraten.

PID-Diskussion wegen päpstlich-marianischer Biologie

Paul Zacchias, Leibarzt des Papstes Innozenz X., vertrat 1661 die Auffassung, die vernunftbegabte Seele werde im Augenblick der Empfängnis eingegossen. Wäre es anders, würde das Fest „Mariä Empfängnis“ eine vernunft- und seelenlose Zelle feiern. Das sei jedoch der allerseligsten Jungfrau „unangemessen“. Diesen Gedanken griff 1854 Pius IX. auf, als er die „unbefleckte Empfängnis Mariens“ zum Dogma erhob. Dabei ging es um den Tag, als Maria von ihrer Mutter Anna empfangen wurde. Und nicht darum, dass  Maria Jesus vom Heiligen Geist empfangen hat, wie 99 Prozent der Deutschen glauben.

„Unbefleckt“ heißt in dem Zusammenhang: „Unbefleckt von Erbsünde“. Pius IX. änderte wegen der Jungfrau Maria 1869 das Kirchenrecht. Bis 1869 unterschied das Kirchenrecht in Anlehnung an Aristoteles zwischen dem beseelten und unbeseelten Fötus. Der männliche Fötus erhält die Seele nach 40 Tagen, der weibliche Fötus nach 80 Tagen, vorher gilt er als „Körperteil der Mutter“ (pars viscerum). Erst die Abtreibung eines beseelten Fötus war von Exkommunikation bedroht. Da man das Geschlecht noch nicht erkennen konnte, galt eine Frist von 80 Tagen.

Weil einem päpstlichen Leibarzt vor 350 Jahren ein vernunftloses Stadium Marias im Mutterleib ihrer Mutter Anna unvorstellbar erschien, haben wir heute die PID-Diskussion und gilt ein sekundenalter Embryo als Person, als Individuum, d.h. Unteilbares, obgleich danach noch Zellteilung stattfinden kann. Aber von dieser päpstlich-marianischen Biologie weiß Frau Merkel vermutlich gar nichts. Und so wird unsere politische Diskussion um die Gentechnik durch pseudoreligiöse Ideologien der Päpste behindert.“

Quelle: idea.de, 16.11.2010

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Lucifer

Der Lucifer – ähh, pardon, Feuerbringer – lässt auf seinem Blog keine Kommentare mehr zu. Naja, dann sind ja wieder alle auf einer Stufe, denn meine Kommentare wurden dort ohnehin zensiert. Leider wurde ich überstimmt und er wird nun wieder verlinkt. Nach Darstellung der Differenzen besteht kein weiterer Grund, die dortige Seite nicht zu verlinken. Ideen hat er ja und selber denken kann er auch.

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Weil sie böse sind ..

Weil sie böse sind, ist der Feuerbringer gegen Diktatoren.

Weil sie böse sind, wollen sie nichts einsehen.

Weil sie böse sind, dürfen wir sie töten.

Weil sie böse sind, müssen wir sie töten, um gut zu sein.

Weil sie böse sind, müssen wir Krieg gegen sie führen.

Der Feuerbringer ist Humanist, weil er gut ist.

Andere Humanisten meinen, dass Krieg böse ist.

Um Krieg zu verhindern, müsse man nur die töten, die Krieg fordern,

weil sie böse sind.

So einfach kann Humanismus sein.

Bild „Weil sie böse sind ..“ von Armatus Liandri, Vorlage.

Humanistischer Krieg?

Der Blog des Feuerbringers schreibt am 15.11.2010 zum Thema Humanismus:
Gewisse Kulturrelativisten, die sich selber als repräsentative Stellvertreter des „Humanismus“ ansehen, sind da anderer Meinung und finden, dass es „uns nichts angeht“, wenn anderswo Menschen willkürlich gefoltert und ermordet werden, weil die eben anders sind als wir.

Welcher Blitz hat die Lichtgestalt getroffen? Welches Feuer will sie bringen, wenn er von einer „humanitäre Interventionen“ gegenüber Diktaturen spricht, deren „Zerstörung“ fordert und gleichzeitig das „Appeasment“ gegenüber Hitler verurteilt, also die Haltung des Westens, die zunächst auf Kompromiss und Frieden angelegt war.

Die Einmischung in die Innenpolitik anderer Länder hat stets auch eine gewisse Nebenwirkung, insbesondere wenn es sich um Diktaturen handelt: Die Gefahr des Krieges. Beim Feuerbringer klingt es so, als würde er Krieg im Namen des Humanismus geradezu einfordern!

In der Historie waren es in aller Regel Menschen wie der Betreibers des Blogs „Feuerbringer“, die Kriege vom Zaun gebrochen haben: Und damit meine ich nicht die Humanisten, sondern diejenigen, die vom Wohnzimmer aus bzw. vom Kartentisch aus einen Krieg führen. Georg Christoph Lichtenberg meinte einmal, dass schon viel gewonnen wäre, wenn jedem Kriegsherrn ein Pulverfass unter das Kopfkissen gelegt werden würde – so in etwa.

Es ist eben etwas anderes, ob einem das Gedärm weggeschossen wird. Der Feuerbringer etwa ist nicht einmal jemand, der überhaupt seinen Wehrdienst abgeleistet hätte. Wofür also würde ich mein eigenes Blut einsetzen? Für die eigene Freiheit, für die Freiheit der USA und auch die Freiheit der Bündnispartner, etwa Deutschlands, weil dies mit meiner persönlichen Freiheit unmittelbar verbunden ist.

Mein eigenes Leben, meine Gedärme gehen nur mich etwas an und in dem Bereich bin ich aus purem Überlebenstrieb extrem egoistisch: Aus irgendwelchen Ideologien heraus oder wegen der vermeintlichen Freiheit in irgendwelchen anderen Ländern, die wir ohne deren Kolonialisierung gar nicht gewährleisten können, würde ich mir nicht meine Gedärme wegbomben lassen.

Niemand sollte sich ein Urteil für einen Krieg erlauben, der nicht gleichzeitig bereit ist, sich als Schütze Arsch an einem solchen Krieg zu beteiligen.

Wegen internationalisierter humanistischer Kriegstreiberei wird dieses Blog aus der verlinkten Liste entfernt.

Sapere audes Tod

Sapere aude ist tot. So steht es auf seinem Blog. Er war ein unermüdlicher Kämpfer für Wahrheit und eine Ethik, die nur um das Wohl der Menschen bemüht war. Wir hoffen, dass durch seine Internetbeiträge die Erinnerung an ihn und seine Vorstellungen und Ideale wach gehalten wird.

Mit ihm geht auch einer der letzten wahren Verfechter der The Brights-Bewegung, über die wir schon an anderer Stelle [1][2] berichteten.

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