Warum greifen die neuen Atheisten die Religion an?

Es gibt verschiedene Ansichten zu dem Punkt. Die Blödsinnigste: Die Neuen Atheisten greifen die Religion an, weil sie nicht dazu gehören und weil sie als Atheisten nun einmal alles andere angreifen. Ohne Nächstenliebe etc.

Dass das Unsinn ist, braucht kaum betont zu werden. Die meisten neuen Atheisten waren früher selbst Christen, zumindest auf dem Papier. Aber auch wenn dies nicht der Fall ist, sieht der Hauptgrund so aus:

1. Die Inhaltlichen Aussagen der Religion sind falsch. Und wenn man das einmal erkannt hat, dann ist die Aussage, dass es einen Gott gibt, eine Lüge, wenn man sie wider besseren Wissens aufrecht erhält. Ein geradliniger Atheismus ist also eine Frage der Ehrlichkeit.

2. Die Religionen verletzen permanent die Interesse der Atheisten, einerseits auf politischem Gebiet, durch Subventionierung ihrer eigenen Ansichten, durch Okkupation des Staates für ihre private Ansicht des Aberglaubens, aber auch insbesondere von Seiten der 3M durch massive Diffamierungen aufgeklärter Menschen mit rational-atheistischem Weltbild.

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Chefpopulist der Christen geifert wieder

Alexander Kissler kisselt wieder:, lt. Kathnet vom 26.10.2010.

„Kissler, das Auge sieht, was es sehen will“, von Christa Klarfju

Der neue Atheismus sei „aggressiv und quasi-missionarisch“. So sollte er sein, denn manche Menschen brauchen manchmal noch einen Tritt in den Hintern, um ihre eigene Inkonsequenz zu erkennen, um zu sehen, dass das, was ihnen in der Kirche als Glauben und Weltanschauung verkauft wird, so gut wie niemand mehr ernsthaft glaubt.

„Auch der Gottesglaube hat aufklärerische Elemente, der Glaube an Gott kann eine aufklärerische Haltung zur Welt in Gang setzen.“ So Kisselr.

Wie das möglich sein soll, dass ausgerechnet der Aberglaube weitere Aufklärung in Gang setzen soll, behält er dann wohl für sich – vor allem, warum das 2000 Jahre braucht.

Die Kirchen sind es doch, die sich mit Händen und Füßen gegen jede rationale Betrachtung der Welt wehren, weil sonst Gott, Teufel, Engel, Dämonen, Hölle, Himmel, Beten, Sünden,  Seelenglauben,  und damit auch das von der Religion so dringend benötigte Leben nach dem Tode einfach nur Erfindungen sind, die kein Abbild der Realität darstellen. Aber: Ohne Mitglieder keine Kirchensteuer, ohne Kirchensteuer keine Pfarrerspfründe.

Gottheit im altrosa Nachthemd und Rauschebart

Gottheit mit Rauschebart im altrosa Nachthemd, Michelangelos Deckenbemalung der Sixtinischen Kapelle

Dabei erkennen insbesondere die evangelischen Kirchen nicht, dass sie ganz einfach ihre Schafe an der Leine halten könnten, wenn sie eine rationale Auslegung akzeptieren würden, die im Grunde bedeutet, dass die gesamten Erfindungen der Religion eben nur vorgestellt sind.

Sie erkennen nicht, dass man rational denkenden Menschen nicht zumuten kann, in der Kirche so zu tun, als gäbe es den ganzen Mummenschanz wirklich. Bei den Katholiken ist das Problem noch etwas skurriler, denn im Grunde weiß ja jeder, dass dort beim Abendmal kein Menschenblut getrunken wird und auch der Kannibalismus doch im Grunde nur symbolisch ist. Warum aber weigert man sich strickt, dies hinsichtlich der Gottheit auch einzugestehen? Oder versteht der Durchschnittsatheist nur nicht, dass man im Katholischen die Begriffe „wahr“ und „unwahr“ kurzerhand umdefiniert hat?